el-mo


el-mo? Das steht für "electro-modified" und ist die Bezeichnung für einen Prototyp, der auf Basis eines Eagle III für den Elektrobetrieb umgerüstet wurde. Das läuft normalerweise so, dass der Motor und die dazugehörigen Komponente wie Tank und Auspuff ausgebaut werden und der entstanden Platz direkt für den Elektromotor, Regler und einen großen 12s Lipo genutzt wird. Diese unkomplizierte Methode hat meiner Meinung nach aber der Nachteil, dass der Schwerpunkt durch den schweren Akku sehr weit unten im Modell liegt, was zwar ein sehr stabiles Schwebeverhalten, aber auch eine recht niedrige Rollrate um die Längsachse zur Folge hat. Leider hat man bei einem Modell, das eigentlich für den Betrieb mit Methanoler konstruiert ist, nicht viele Möglichkeiten den Akku unterzubringen, schon gar nicht so einen riesigen 12s Lipo. Die Aufteilung in 2 6s Akkus war anfangs auch nicht wirklich sinnvoll, da diese meistens als Block konfiguriert sind und so auch nicht mehr Möglichkeiten bieten. Anders sieht es aus wenn man 6s Stangen verwendet. Diese lassen sich jeweils links und rechts seitlich an der Mechanik unterbringen. So entstand am Computer ein Umbau, der die Chassisplatten optimiert und eine Halterung für die Akkus vorsieht.

 

Dafür wurden die original Chassisplatten in ein CAD- System übertragen und dann entsprechend angepasst. Außerdem entstanden die Akkuhalterungen an den Außenseiten, die zwar die Haube leicht aufspreizen, sonst aber gut in das Gesamtkonzept passen. Der erste Prototyp entstand aus grünem GFK, welches zwar im Vergleich zu CFK etwas schwerer ist, aber natürlich deutlich günstiger. Diese erste Version funktionierte von Anfang an bestens, war aber natürlich noch mit ein paar kleinen Fehlern gespickt und noch nicht gewichtsoptimiert. Das Flugverhalten war überraschend gut. Im Schweben liegt der Heli immer noch satt und ruhig in der Luft, was ich so nicht erwartet hatte, und im Rundflug ist der höhere Schwerpunkt deutlich spürbar. So entstand mittlerweile eine zweite Version mit geänderter Akkubefestigung, deutlichen Gewichtsersparnissen und ein paar geänderten Kleinigkeiten. Die CAD-Dateien sind soweit fertig und liegen schon bei dem Fräser meines Vertrauens. Dieses Mal wird schwarzes GFK verwendet, um zumindest die Optik ein wenig zu verbessern.